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Möbelbau

Holzkategorien

Einige hundert Holzarten werden weltweit in größerem Umfang genutzt. Jede Holzart sieht anders aus und hat andere Eigenschaften. Holz erlaubt eine sehr große Produktvielfalt und dabei eine vollständige Verwertung des Rohstoffes ohne Abfälle. Bäume besitzen einen Splint- und Kernholzanteil. Das Splintholz (Wasserleiter) transportiert die für den Baum lebensnotwendige Feuchtigkeit. Die inneren Schichten des Splintholzes wandeln sich zu Kernholz um. Es hat bei manchen Holzarten eine andere Farbe als dieses. Der Anteil von Kernholz und Splintholz ist bei den Holzarten verschieden. Am Querschnitt eines Baumes kann man verschiedene Schichten erkennen. Bei den inneren, älteren Jahresringen sind die Zellen abgestorben und verkernt. Dieses Kernholz ist dichter, dauerhafter, härter und fester als das Splintholz und arbeitet nicht so stark Die Bäume werden in vier Kategorien aufgeteilt. Diese Kategorien verraten etwas über ihren Aufbau, also über den Kern- und Splintholzanteil und über das Wachstum.

Kernholzbaum
Kernholzbäume zeichnen sich dadurch aus dass man im Stammquerschnitt deutlich einen (dunkleren) Kern und einen (helleren) Splint unterscheiden kann. Die Kiefer ist ein Kernholzbaum bei dem der Splint für Möbelbauarbeiten verwendet werden kann. Wird die Kiefer jedoch für Fenster und Türen verwendet so sollte kein Splintholz mehr enthalten sein da sonst die Dauerhaftigkeit des Objektes herabgesetzt ist. Der Kern (rötlich) unterscheidet sich bei der Kiefer deutlich vom Splint (weiß-gelblich). Die Eiche ist ein Kernholzbaum bei dem der Splint nicht verarbeitet werden darf, da dieser sehr weich und anfällig ist. Das Kernholz der Eiche ist jedoch sehr hart und dauerhaft und kann sowohl im Möbelbau als auch im Außenbereich und im Musikinstrumentenbau eingesetzt werden.

Das Holz der Kirsche ist ebenfalls ein Kernholz. Für Möbelarbeiten darf der Splint jedoch durchaus verarbeitet werden Da der Farbunterschied jedoch zwischen Kernholz (rot) und Splintholz (weiß) sehr intensiv ist wird auch hier für hochwertige Arbeiten der Splint weggeschnitten.

Splintholzbaum
Ein Splintholzbaum besitzt kein Kernholz und kein Reifholz, sondern lediglich Splintholz, das durchgehend gleichmäßig hart ist. Der Baum hat durchgehend die gleiche Farbe. Der Splintholzbaum wächst schnell und wird nicht alt. Der Baum konserviert sich nicht und fault daher schnell. Die Birke bilden als Splintholzart kein Kernholz und somit keinen Farbkern aus. Das Holz ist entsprechend gleichmäßig gelblichweiß, rötlichweiß oder hellbräunlich gefärbt und besitzt einen seidigen Glanz. Als typische Farbeigenschaft besitzt das Holz fleckenartige Hell-Dunkel-Lichteffekte, die durch Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf entstehen. Bei älterem Holz kann ein gelblich-roter bis brauner Falschkern ausgebildet sein. Der Ahorn ist gelblich weiß bis weiß gefärbt. Die Jahresringe sind zwar erkennbar, Splint und Kern setzen sich jedoch nicht voneinander ab, sondern sind farbgleich. Ahorn wird oft für Ausstattungszwecke im Möbel- und Innenausbau verwendet und kommt als Kontrastholz zu dunklen Möbeln und in Kombination mit Farbe zum Einsatz. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmäßige, strukturierte Maserung mit blass-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz.

Reifholzbaum
Reifholz bezeichnet einen Bereich im Stammquerschnitt, welcher sich farblich nicht vom Splintholz unterscheidet. Die Eigenschaften entsprechen jedoch eher dem Kernholz. Ein Reifholzbaum ist ein Baum ohne Kernholz. Die inneren Ringe dieser Bäume bestehen aus Reifholz, die äußeren Ringe aus Splintholz. Reifholzbäume sind beispielsweise Birnbaum, Fichte, Linde, Buche, Rotbuche, Tanne und Feldahorn. Das Buchenholz hat einen farblich homogenen Aufbau, bei älteren Exemplaren wird zum Teil ein dunklerer fakultativer Kern ausgebildet ("Rotkern"). Durch Dämpfen des Rohholzes wird die Holzfarbe intensiviert („angefeuert“), ebenso durch das Aufbringen von ölhaltigen Holzversiegelungen oder von Wasserlacken. Bei der Fichte ist das Splint- und Reifholz, wie bei allen Reifholzbäumen, farblich nicht zu unterscheiden. Das Holz ist hell, gelblich-weiß bis rötlich-weiß und dunkelt unter Lichteinwirkung nach. Früh- und Spätholzringe unterscheiden sich deutlich, die Jahresringe sind entsprechend gut erkennbar. Linden gehören zu den Reifholzbäumen, d.h. Kern- und Splintholz sind farblich nicht zu unterscheiden. Das Holz ist weißlich bis gelblich, teilweise rötlich oder grünlich getönt. Die Jahresringe sind nur undeutlich erkennbar. Es ist von gleichmäßig dichter, feiner Struktur, zäh, jedoch nur wenig elastisch. Der Witterung ausgesetzt und unter Wasser weist das gegen Pilze wenig widerstandsfähige Holz eine nur geringe natürliche Dauerhaftigkeit auf.

Kernreifholzbaum
Diese Bäume werden sehr alt. Zuerst sind sie nicht von einem Reifholzbaum zu unterscheiden. Nach ca.70 Jahren bilden die Bäume dann Kernholz, welches Mineralstoffe in den Zellen ablagert und die Verbindungen zwischen den Zellen verschließt, so dass diese keine Stoffe mehr miteinander austauschen können. Die Zellen sind im Kern also tot. Das Holz der Ulme wird „Rüster“ genannt. Ulme nennt man nur den stehenden Baum, nicht aber das aufgeschnittene Holz. Die Ulme ist ein Kernreifholzbaum. Das ringporige Holz der Bergulme hat drei Zonen, die den Jahrringen folgen: ein gelblich-weißes Splintholz, ein ähnlich helles Reifholz und ein blassbraunes bis rötliches Kernholz. Es ist zäh, mäßig hart, sehr stoß- und druckfest und gut zu bearbeiten. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblichweiß schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau. Teilweise bildet sich ein hell- bis dunkelbrauner Farbkern heraus, der sog. Braunkern. Seltener kommt ein olivfarbener Kern vor, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Holz des Olivenbaums gefragt ist.

Holzverarbeitung

Massivholz
Bevor aus einem Holzstamm Massivholzmöbel werden, muss dieser zu Brettern verarbeitet werden. Man schneidet den Stamm in der Länge auf und lässt die entstandenen Bretter trocknen. Erst wenn das Holz nur noch zwischen 8% - 10% Wasser enthält, kann es weiterverarbeitet werden. Allerdings hat nicht jedes Brett die gleichen Eigenschaften und daher ist auch nicht jedes Brett für alle Zwecke geeignet. Mittenbretter schwinden und quellen, aufgrund ihres hohen Kernholzanteils, nicht so stark.
Mittenbrett - Maserung schlicht, gestreift
Seitenbrett - Maserung lebendig,gefladert
Massivholz ist die edelste und teuerste Variante für den Möbelbau. Im Aussehen ist dieses Naturmaterial unschlagbar. Holz hat eine nicht nachahmbare Haptik und wertet jeden Raum durch seine ausstrahlende Wärme auf. Gegenüber Pressspan und Sperrholz "arbeitet" Massivholz jedoch stärker und kann daher auf die Dauer zu Verformungen neigen. Es gibt verschiedene Maßnahmen, um dem Arbeiten des Holzes entgegenzuwirken. Eine konstruktive Maßnahme ist z. B die Holzauswahl. Mittenbretter verformen sich nicht so stark, wie Seitenbretter. Des weiteren sollten Bretter genommen werden, die keine Äste haben. Denn auch Äste sind Schwachpunkte. Das verarbeitete Holz sollte Platz zum arbeiten haben. Unverleimte Verbindungen sind daher von Vorteil. Eine weitere konstruktive Lösung für das Arbeiten des Holzes, ist z. B bei Türen mit Rahmen und Füllungen zu arbeiten. Die Füllung hat durch die Nut genügend Platz, um zu quellen oder zu schwinden. Somit kann auch ein Seitenbrett, dass eine schönere Maserung aufweist, verwendet werden. Der Rahmen ist zu schmal und grundsätzlich aus Mittenbrettern, um erwähnenswerte Veränderungen zu zeigen. Es ist auch dringend auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40% - 60% im Raum zu achten. Ein Hygrometer verrät das Raumklima. Wenn der Raum zu trocken ist, sollte mit einem Luftbefeuchter, einer Schüssel Wasser und/oder mit Pflanzen nachgeholfen werden. Denn was gut für das Holz ist, ist auch gut für uns. Unbehandeltes Massivholz ist gesundheitlich kaum bedenklich. Allerdings wird auch von schnittfrischem Naturholz ein Gemisch von diversen Soffen abgegeben. Diese werden im Geruch zwar als angenehm empfunden, können aber Allergien auslösen.

Furnier
Als Furnier bezeichnet man 0,5 bis 2,5 mm dicke Blätter aus Holz, die durch verschiedene Schneideverfahren hergestellt und für verschiedene Zwecke weiterverarbeitet werden. Es ist ein Veredelungswerkstoff mit vielen Facetten. Furniere werden im letzten Arbeitsgang mit der Furnierpresse auf Trägerplatten aufgeleimt.

Messerfurnier: Der Stamm wird in horizontaler oder vertikaler Richtung gegen ein feststehendes Messer geführt. Die Furnierstärken betragen in etwa zwischen 0,3 mm und 4 mm. Je nach Schnittart entstehen unterschiedlich gezeichneten Furniere. Diese natürliche Maserung ist der Vorteil von Messerfurnieren.

Schälfurnier: Die rationellste Methode der Furnierherstellung ist das Schälen. Das Schälen wird mit dem geringsten Zeitaufwand betrieben und liefert darüber hinaus noch die größte Ausbeute. Man lässt den Stamm rotieren und führt ihn gegen das Messer. Die Dicke der Furniere kann bei Schälmaschinen zwischen 0,5 mm und 10 mm betragen. Da beim Rundschälen der Schnitt mit den Jahresringen verläuft, ergibt sich bei dieser Aufbereitungsart eine unregelmäßige, wilde Maserung.

Sägefurnier: Sägefurniere werden am wenigsten verwendet. Die Produktionsweise ist sehr aufwändig und der Schnittverlust ist hoch. erwendet werden Sägefurniere in erster Linie für hochwertige und hochbeanspruchte Werkstücke wie Treppen, Türen oder Tische. In der Regel sind Sägefurniere nicht unter einer 1 mm Dicke herzustellen.

Holzwerkstoffe
Holzwerkstoffe sind Werkstoffe, die durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen der Strukturelemente erzeugt werden. Eine höhere Formbeständigkeit im Vergleich zum Massivholz zeichnet dieses Material aus. In Span- und Holzfaserwerkstoffen werden viele Reste aus der Holzindustrie verarbeitet, wie beispielsweise Äste und Späne, als auch Recyclingholz. Durch die Verwendung von Plattenwerkstoffen und Furnieren können zudem wertvolle Ressourcen (z. B. Tropenhölzer) geschont werden. Sie sind also sehr wirtschaftlich und außerdem meistens wesentlich preisgünstiger als Massivholz.

Stabsperrholz (Tischlerplatte): Eine Tischlerplatte kommt Massivholz sehr nahe, denn sie ist aus einer Vielzahl massiver Holzstäbe zusammengesetzt. Die Stäbe bzw. Stäbchen machen eine Tischlerplatte stabil und sorgt dafür, dass sich das Holz nicht so schnell verzieht. Auf die Oberflächen wird anschließend Furnier aufgetragen. Durch Verkleben der Stäbe kann das Holz nicht mehr arbeiten, sodass sich die Platte nicht verzieht. Je schmaler die Stäbe, umso geringer ist die Neigung zu Quell- und Schwindbewegungen des Materials.

Furniersperrholz: Charakteristisch für das Furniersperrholz ist ein symmetrischer Aufbau aus mehreren, kreuzweise verleimten Schichten aus Schälfurnier. Die Anzahl der Furnierlagen ist daher stets ungerade. Durch das kreuzweise Verleimen der Furnierblätter wird das Holz in seinen natürlichen Eigenschaften des Quellens und Schwindens stark eingeschränkt und somit eine hohe Stabilität und Standfestigkeit gewährleistet. Die Faserrichtung der beiden äußeren Decklagen verlaufen dabei unbedingt parallel, damit sich die Platte nicht verzieht.

MDF: Die mitteldichte Holzfaserplatte ist aus feinstzerfasertem, hauptsächlich rindenfreiem Nadelholz und durch eine schonende Verpressung wird ein in Längs- und Querrichtung gleichermaßen homogener Holzwerkstoff hergestellt. Die MDF-Platte ist gut zu verarbeiten und kann vielseitig eingesetzt werden. Häufig jedoch werden MDF-Platten in der Tischlerei eingesetzt. Aus ihnen werden ganze Möbelteile gefertigt. MDF eignet sich auch gut zum Herstellen von Profilverzierungen, zum Beispiel bei Küchenfronten. MDF kann vielseitig mit Farben und Lacken behandelt werden, somit entsteht eine glatte, saubere Fläche mit profilierten Kanten, Ausfräsungen usw.

Spanplatte: Spanplatten bestehen aus Kostengründen hauptsächlich aus Holzresten und Durchforstungsholz. Hergestellt werden sie, indem man die Holzspäne verschiedener Größe mit Kunstharzklebstoff unter Zuführung von Wärme presst. Sie werden roh, geschliffen (Schleifen), furniert oder mit Kunststoff beschichtet verkauft. Furnierte Spanplatten oder mit Kunststoff beschichtete Spanplatten werden u.a. im niedrigen Preissegment von Möbeln eingesetzt.

Gestelle

Holzgestelle
Für Holzgestelle werden in der Polstermöbelindustrie ausgesuchte Vollhölzer ohne Splinte und Äste verwendet. Die meisten Gestelle bestehen in den tragenden Teilen aus Hartholz. Vorwiegend wird Buche verwendet. Für nichttragende Teile setzt man Kiefern- oder Fichtenholz ein. Bei sichtbaren Teilen kommen auch Edelhölzer, wie z.B. Birke, Esche, Kirsche und Nussbaum, zum Einsatz. Diese Oberflächen werden aus optischen Gründen und zum Schutz gegen Verschmutzung, Feuchtigkeitseinwirkungen sowie Beschädigungen hoch vergütet.

Metallgestelle
Metall lässt sich besser formen, ist leichter und stabiler als Holz. Es ist möglich Funktionen in das Polstermöbel einzubauen.

Kunststoffgestelle
Besonders für große Stückzahlen (Serienmöbel) werden geformte Gestellteile bzw. ganze Gestelle aus Hartschaum (z.B. PUR-Hartschaum) gefertigt. Somit ist ein Gestell in einem Arbeitsgang herstellbar. Aber auch in Holzgestellen kann Kunststoff zum Einsatz kommen. Zum Beispiel werden die Flächen zwischen den Gestellteilen häufig nicht mehr mit Polsterpappe sondern mit Plattenware geschlossen.

Sitze

Handgeschnürter Sitz
Diese Federungsart gehört zu den elementaren Polstertechniken. Es ist eine Handwerkskunst, die leider immer seltener angewendet wird. Ein Sitz, der Ihren individuellen Ansprüchen angepasst werden kann. Der Polsterer kann durch eine optimale Auswahl der Taillenfedern, durch die Schnürung und durch das Auflegen und Durchnähen der Fasson, einen Sitz schaffen, der auf Ihre Wünsche abgestimmt ist. Sie erhalten einen flächenelastischen Sitz, der einen guten Gegendruck, eine gute Rückstellkraft und eine gute Dauerelastizität besitzt. Er ist daher sehr langlebig.

Federkernsitze
Ein Federkernsitz besteht im groben aus unterschiedlichen Polsterlagen, die einen Federkern umhüllen. Der Federkern wird durch eine Unterfederung unterstützt.

Bonnelfederkern
Der Bonnelfederkern wurde entwickelt, um einen handgeschnürten Sitz industriell zu fertigen. Er besteht auch aus Taillenfedern, die allerdings alle die gleiche Federstärke und –höhe besitzen und mit Spiralfedern verbunden sind. Er kann nur in rechteckiger Form produziert werden und ist somit ungeeignet für organische Form. Es entsteht ein nicht so individuell gestalteter Sitz, wie bei einem handgeschnürten Sitz. Er weist aber genau die gleichen Eigenschaften auf, wie dieser. Er ist auch flächenelastisch, besitzt einen guten Gegendruck, eine gute Rückstellkraft und ist genauso dauerelastisch

Zylinderfederkern
Bei diesem Federkern werden die Zylinderfedern per Hand ineinandergedreht. Aus diesem Grund ist es möglich verschieden starke Federn in den Kern zu integrieren.. Hier kann eine organisch geformte Sitzfläche vollständig mit einem Federkern ausgefüllt werden. Auch dieser Federkern ist flächen- und dauerelastisch Er hat ein gutes Gegendruckverhalten und eine gute Rückstellkraft. Durch eine hohe Federndichte und unterschiedliche Drahtdurchmesser verlängert sich die Lebensdauer dieses Federkerns nochmals.

NOSAG-Federn
NOSAG-Federn werden als Unterfederung eingesetzt. Auf diese wird dann eine Aufpolsterung (z.B. Kaltschaum oder ein Federkern) gebracht. Man nennt sie auch Wellen- oder Schlangenfeder. Bei Belastung sollte sich die Feder maximal waagerecht ausgerichtet sein. Bei richtiger Verarbeitung hat diese Unterfederung einen guten Gegendruck, eine gute Rückstellkraft und eine gute Dauerelastizität

Elastischer Gummigurt
Auch diese Art der Federung ist eine Unterfederung, auf die eine Aufpolsterung, meist Kaltschaum, geklebt wird. Die Gummigurte werden längs und quer mit einer vorgeschriebenen Vorspannungen auf dem Polsterrahmen befestigt. Dadurch entsteht eine fast geschlossenen Fläche mit einem guten Gegendruck, einer guten Rückstellkraft und einer guten Dauerelastizität.

Kaltschaum
Der Kaltschaum ist unter den Schaumstoffen das beste und wertvollste Material. Es handelt sich um einen Polyetherschaumstoff, der im Gegensatz zum Standardschaumstoff als sogenannter HR-Schaumstoff (HR= High Resilent = hochelastisch) bekannt ist. Im Gegensatz zum Federkern, dem handgeschnürten Sitz und den Unterfederungen ist er Punktelastisch, d.h. der Körper wird optimal abgestützt. Der Schaum ist er offenporig, luftdurchlässig und besitzt die gleichen guten Eigenschaften der eben genannten Alternativen. Die Härte eines Schaums hängt von dessen Raumgewicht (kurz: RG) ab. Man versteht darunter das Verhältnis von fester Masse zu Luft. D.h.: Wenn viel feste Masse wenig Luft umschließt, ist das RG hoch und der Schaumstoff eher hart. Die Dauerelastizität ist besser. Umgekehrt bei geringem RG. Schaumstoff lässt sich in jeder beliebigen Form und Dicke herstellen/zuschneiden.

Stoffe & Leder

Polsterstoffe

Naturfasern
Als Naturfasern werden alle Textilfasern und Faserstoffe bezeichnet, die ohne chemische Veränderung aus pflanzlichem und tierischem Material gewonnen werden. o Pflanzenfasern

Baumwolle: Baumwollfasern sind fein und weich. Sie haben einen angenehmen Griff. Baumwolle (kurz: CO) ist sehr saugfähig und kann bis zu 65 % ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Sie kann bis zu ca. 20% dampfförmige Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Baumwolle reguliert somit das Raumklima. Für Polsterbezüge ist wichtig, dass CO Strapazierfähig ist. Allerdings ist es gering elastisch und knittert daher stark.

Leinen: Leinen (kurz: LI) nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus. Die Wasserhaltung auf der Oberfläche ist auch Ursache der antistatischen (und damit schmutzabweisenden) Eigenschaft. Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Aufgrund der geringen Elastizität ist LI knitteranfällig. Leinen ist strapazierfähig und langlebig. Es hat natürlichen Glanz. Anfällig ist Leinen gegenüber Reibung. Seine Scheuerfestigkeit ist geringer als die der Baumwolle.

Fasern tierischen Ursprungs

Wolle: Wolle (kurz: WO) kann bis zu 33 % ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen und sie leitet Feuchtigkeit wesentlich schneller ab als z. B. Baumwolle. Sie nimmt Schmutz schlecht an und knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist. WO ist schwer entflammbar. Sie brennt nicht, sondern verkohlt nur. Die Naturfaser neigt zum Fusseln (Pilling), was man durch Fusselfrei-Ausrüstungen oder Verarbeitungsqualität mindern, aber nicht vollkommen ausschließen kann. Ohne spezielle Ausrüstung kann sich grobe Wolle direkt auf der Haut unangenehm kratzig anfühlen, was bei der feinen Merinowolle (von einer Feinwoll-Schafrasse) jedoch nicht der Fall ist.

Seide: Maulbeerseide(SE) (Zuchtseide); Tussahseide (ST) (Wildseide) Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Bei der Wildseide werden die Kokons nach dem Schlüpfen des Schmetterlings eingesammelt. Der Kokon für die Zuchtseide wird mit der Raupe abgekocht und dann weiterverarbeitet. Seide zeichnet sich durch ihren Glanz und ihre hohe Festigkeit aus und wirkt isolierend gegen Kälte und Wärme. Sie kann bis zu einem Drittel ihres Gewichtes an Wasser einlagern. Seide neigt wenig zum Knittern. Auf Seidenstoffen werden besonders brillante Farben erzielt. Empfindlich ist Seide gegenüber hohen Temperaturen, Abrieb und Wasserflecken. Seide ist sonnenempfindlich, die Farben verblassen und die Seide vergilbt. Daher ist direkte und starke Sonneneinwirkung bei Seide zu vermeiden. Eine chemische Reinigung ist zu empfehlen.


Chemiefasern
Einige wichtige Pflege-Eigenschaften gelten für fast alle Textilien aus oder mit Chemiefasern, insbesondere für Heimtextilien. Dabei wird deutlich, welche Vorteile man auch später davon hat, wenn man beim Kauf auf Artikel aus oder mit Chemiefasern achtet. Meistens werden diese schon im Schonwaschgang blitzsauber. Das spart Zeit und Energie. Flecken verschwinden oft schon bei der einfachen Kalt- oder Handwäsche. Textilien aus oder mit Chemiefasern brauchen allgemein geringere Mengen an Waschmitteln. Damit schonen Sie die Umwelt und die Haushaltskasse. Chemiefasern trocknen schnell und finden ihre Passform oft ohne bügeln. Artikel aus oder mit Chemiefasern machen sich mehr als bezahlt. Denn sie begnügen sich nicht nur mit weniger Pflegeaufwand, sondern sind in der Regel auch sehr haltbar und formbeständig und ersparen damit häufige Neuanschaffungen.

Viskose: Das Ausgangsmaterial von Viskose (kurz: CV) ist Cellulose, die aus Holz gewonnen wird. Durch verschiedene chemische Prozesse wird aus der Cellulose eine zähflüssige Spinnlösung, die durch feine Düsen gepresst wird. Viskose-Spinnfasern werden meist zu baumwolligen, wolligen oder leinigen Garnen und Stoffen verarbeitet. Stoffe aus Viskose lassen sich hervorragend färben und bedrucken und zeigen besonders brillante Farben. Viskose ist atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Viskose-Artikel können einen seidigen Glanz zeigen. Stoffe mit diesem Faserrohstoff haben einen weichen, fließenden Fall. Viskose hat ein hohes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen, reduziert elektrostatische Aufladung und nimmt somit Schmutz schlecht an.

Polyester: Polyester (kurz: PES) eignet sich sehr gut für Mischungen mit Naturfasern. Gewebe aus Polyester-Fasern oder Mischungen mit einem entsprechend hohen Anteil besitzen eine geringe Knitterneigung und behalten ihre Formbeständigkeit auch bei Einwirkung von Feuchtigkeit. Polyester-Fasern sind besonders licht- und wetterbeständig und damit widerstandsfähig gegen klimatische Einflüsse. Polyester-Fasern verfügen über ein gute Feuchtigkeitsaufnahme und trocknen schnell. PES besitzt eine überdurchschnittliche Strapazierfähigkeit. Es ist pflegeleicht.

Polyamid: Polyamid (kurz: PA) besitzt eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit. Es ist licht- und wetterbeständig und nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf. Aufgrund der guten Elastizität knittert ein Stoff mit Polyamidfasern nicht. Wenn keine optischen Aufheller eingebaut sind, neigt es zum Vergrauen. Polyamid ist so beständig gegen Pilze und Fäulnisbakterien. Bei PA ist eine sehr hohe antistatische Aufladung möglich.

Polyacryl: Polyacryl (kurz: PAN) hat einen wollähnlichen Griff und eine hohe Bauschfähigkeit. Polyacryl-Fasern sind wärmend und haben eine außergewöhnlich hohe Lichtbeständigkeit. Sie sind sehr formbeständig, haltbar, pflegeleicht und trocknen schnell. Gerade bei Mischungen mit einem entsprechenden Anteil Wolle oder anderen Naturfasern kommen die positiven Eigenschaften von Polyacryl-Fasern zur Geltung: Wolle braucht keine zusätzliche Ausrüstung mehr, sie ist bedeutend pflegeleichter.


Gewebearten

Flachgewebe
Das Flachgewebe ist ein zweidimensionales Gewebe (Kett- und Schussfäden). Die Oberfläche der Ware ist eher glatt und kann durch Effektgarne oder –zwirne veredelt werden. Muster oder plastische Warenbilder lassen sich durch mehrere Fadensysteme(mehrere Kett- und Schussfäden übereinander) erzielen. Die Qualität eines Flachgewebes wird vor allem von den verwendeten Faserrohstoffen beeinflusst.

Polgewebe
Als Polgewebe werden alle Gewebe bezeichnet, die zu den Kett- und Schussfäden noch einen sogenannten Polfaden besitzen. Dieser Faden bildet einen Schlingen- und/oder Schnittflor. Es ist also ein dreidimensionales Gewebe. Da die Poldecke die Benutzungsfläche darstellt, ist die Festigkeit und der Faserrohstoff ausschlaggebend für die Qualität eines Polgewebes.


Möbelleder

Möbelleder wird zu 95% aus Rinderhäuten hergestellt. Aus diesen kann man große Zuschnittteile herausschneiden. Bei Rinderhäuten unterscheidet man die Zahmhäute und die Wildhäute. Zahmhäute stammen meist von europäischen Haustieren, wohingegen die Wildhäute von Tieren aus Übersee, die sich das ganze Jahr im Freien bewegen, stammen. Die Zahmhäute sind qualitativ besser.

Nappaleder
Nappaleder ist der Sammelbegriff für besonders geschmeidiges Glattleder aller Tierarten und Verwendungszwecke, so zum Beispiel auch für Polsterleder. Es ist ein vollnarbiges Leder, dessen Oberfläche glatt oder geprägt (aufgepresste Narben) sein kann.

Anilinleder: Anilinleder wurde im Fass mit wasserlöslichen Farbstoffen durchgefärbt. Das Narbenbild ist in jeder Einzelheit zu erkennen lässt und behält seine natürliche, offenporige Oberflächenstruktur. Die offenen Poren gewähren optimalen Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch. Wegen der Lichtempfindlichkeit ist naturbelassenes Leder vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Semianilinleder: Dieses Leder ist ebenfalls mit löslichen Farbstoffen durchgefärbt. Zusätzlich wird eine geringe Menge von Pigmentfarbstoffen hinzugefügt. Dadurch werden kleinere Hautunregelmäßigkeiten verdeckt. So entsteht eine bessere Lichtechtheit und Reibechtheit. Auch diese Farbbehandlung gewährleistet einen guten Feuchtigkeits- und Wärmeaustausch durch die noch offengebliebenen Poren.

Pigmentiertes Leder: Hier wird eine deckende Farbschicht (Pigmentfärbung) auf das Leder aufspritzt. Dadurch wird das natürliche Nabenbild vollständig überdeckt. Ein Narbenbild kann nachträglich aufgeprägt werden. Dieses Nappaleder ist nicht atmungsaktiv, dafür aber pflegeleichter, als die anderen Nappalederarten. Es ist wasserabweisend.

Rauleder
Wie der Name schon verrät, ist ein Rauleder ein Leder mit aufgerauter Oberfläche. Diese Lederart ist empfindlicher als Nappaleder, auch wenn es schmutz- und wasserabweisend ausrüstet ist.

Nubuk: Nubukleder sind stabile, narbenseitig geschliffene Kalb- oder Rindsleder mit samtartiger Oberfläche. Die glatte Oberfläche eines Leders wird mit einem Schleifmittel so stark aufgeraut, dass diese die charakteristische samtige Oberfläche erhält. Das Leder wird dadurch sehr weich im Griff, und die Atmungsaktivität erhöht sich. Der Nachteil dieser Oberfläche ist eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit gegen Flecken und Verspeckungen. Auch die UV-Beständigkeit ist deutlich reduziert.

Hunting: Hunting, auch Veloursleder genannt, ist angeschliffenes Rauleder auf der Fleischseite. Die Narbenseite bildet somit die Rückseite. Dieses Leder ist nicht samtig und fein, wie Nubukleder. Es weist so gut wie keine Narbungen auf. Deswegen können sich Feuchtigkeit und Schmutz nicht so leicht in der Oberfläche festsetzen. Dieses Leder ist besonders kratzfest.


Spaltleder
Häute von Großtieren (Rind, Kalb etc.) sind 5-10 mm dick, sodass man daraus durch Spalten mehrere Lagen gewinnen kann. Bei der Rinderhaut können drei, bei der Kalbshaut zwei Lagen gespalten werden. Die obere Narbenseite nennt man Narbenhaut (auch als Narbenspalt bezeichnet), die untere Schicht, die Spalthaut. Sie ist preiswerter und schwerer hat aber auch den geringsten inneren Zusammenhalt. Die Dichte der Eiweißfasern, die das Leder bilden, nimmt nach unten in Richtung Fleischspalt nämlich immer stärker ab. Am festesten ist der Narbenspalt mit der glatten Lederoberseite.

Gedecktes Spaltleder: Gedeckte Spaltleder sind glatt, mit Pigmentfarben behandelt und haben eine künstlich bewirkte Narbenoberfläche.

Spaltvelour: Spaltvelours sind in gleicher Art gefertigt, haben jedoch zusätzlich eine geraute Oberfläche.


Blankleder
Blankleder, Kernleder oder Core Leather ist ein pflanzlich gegerbtes, mäßig gefettetes Rinderleder in der Stärke von mindestens 2,5 mm. Durch die Festigkeit und Dicke sind die Leder sehr widerstandsfähig. Blankleder gibt es ungefärbt, durchgefärbt oder mit einer leichten Pigmentschicht. Blankleder können auch geprägt werden. Häufig verwendet für selbsttragende Stuhl- und Sesselbespannungen.

Schrumpfleder
Durch ein besonderes verfahren wird die Narbenschicht zum Schrumpfen gebracht. Dadurch entsteht eine ausgeprägte Struktur mit unregelmäßigen Falten und Rillen. Schrumpfleder werden gern bei Polstermöbeln mit sichtbaren Nähten in handwerklicher Technik verarbeitet.

Pflege & Reinigung

Polsterstoffe

Pflege
Wie alle Materialien des täglichen Gebrauchs benötigen auch Möbelbezugsstoffe Pflege. Daher sollte man grundsätzlich, um die Lebensdauer und die Qualität eines Möbelstoffes zu maximieren, einmal in der Woche den Bezug absaugen oder abbürsten. Wie genau, entnehmen Sie bitte aus der Tabelle. Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladung und Versprödung der Fasern sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60% liegen. Bei zu trockenem Raumklima kann das Möbel von Zeit zu Zeit mit einem feuchten, nicht zu nassen Leder abgerieben werden. Stellen Sie das Polstermöbel nicht zu dicht vor Hitzequellen wie Heizungen usw. Ein Mindestabstand von 30 cm ist zu empfehlen. Schützen Sie stoffbezogene Möbel vor zu starker Sonnen- oder UV-Bestrahlung, um ein ungleichmäßiges, vorzeitiges Ausbleichen zu verhindern. Grundsätzlich gilt, dass helle und/oder unifarbige Stoffe empfindlicher und pflegebedürftiger sind als dunkle und/oder gemusterte Stoffe.

Reinigung
Das Reinigen und die Fleckentfernung bei Polstermöbeln Sache eines Fachmanns. Wenn Sie selbst vorgehen wollen, beachten Sie bitte die nachfolgenden Hinweise. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Verträglichkeit und den Erfolg einer Maßnahme an einer nicht sichtbaren Stelle des Polstermöbels zu testen, um Überraschungen zu vermeiden. Eine allgemeine Reinigung von festbezogenen oder abziehbaren Stoffbezügen ist meist mit handelsüblichen Reinigungsschäumen möglich. Nur wenn abziehbare Bezüge nicht mit anderen Materialien verbunden sind (z.B. mit Polsterwatte) und es ausdrücklich zulässig ist, dürfen Stoffbezüge nach Vorschrift gewaschen werden. Bitte benutzen Sie hierfür den Schonwaschgang bei 30° C oder Handwäsche. Vermeiden Sie unbedingt andere, nicht schonende Waschverfahren mit höheren Temperaturen. Füllen Sie die Waschmaschine höchstens zu einem Drittel und schleudern Sie nicht. Das könnte unschöne Knitterfalten zur Folge haben. Wegen des Volumens empfiehlt sich meistens jedoch der Weg in die Reinigung. Bitte benutzen Sie das Möbel erst wieder, nachdem der Bezug vollständig getrocknet ist. Grobe Teile, z.B. Speisereste, sollten mit einem Löffel oder einem Messerrücken entfernt werden. Eingetrocknete Flecken auf keinen Fall mit einem Fingernagel abkratzen, da die Gefahr besteht, dass die Fasern des Stoffes beschädigt werden.

Flüssigkeiten werden mit einem saugfähigen Tuch entfernt, dürfen jedoch nur abgetupft - nicht abgerieben - werden. Anschließend sollte zunächst eine Reinigung mit lauwarmem Wasser (30° C) und ph-neutralem Shampoo oder Feinwaschmittel versucht werden. Auf keinen Fall mit Haushaltsreinigern arbeiten, da diese säurehaltig sind und die Fasern des Stoffes angreifen. Wichtig ist dabei, dass immer vom Rand zur Mitte hin gearbeitet wird, um den Fleck nicht zu vergrößern und um zu vermeiden, dass sich Ränder bilden. Wollen Sie ein Reinigungsmittel verwenden, so bearbeiten Sie nie direkt die befleckte Stelle. Prüfen Sie erst an einer verdeckten Stelle des Polsterbezuges die Farbechtheit mit einem weißen, weichen, mit Reinigungs- bzw. Fleckenentfernungsmittel getränkten, sauberen Tuch. Sind besondere Reinigungsanleitungen vorgegeben (z. B. bei mit Fleckschutz ausgerüsteten Stoffen), sind diese in jedem Fall maßgebend für die Reinigung. Die Reinigung ist generell leicht und ohne viel Druck durchzuführen. Nach der Fleckentfernung soll immer die ganze Fläche - von Naht zu Naht – feucht abgerieben werden, um die Bildung von Rändern zu vermeiden. Anschließend müssen die Rückstände des Reinigungsmittels gründlich ausgewaschen werden, weil Tenside schneller wiederanschmutzen. Bevor das gereinigte Möbelstück wieder benutzt werden kann, muss es vollkommen trocken sein. Nach dem Trocknen kann der Flor mit einem Staubsauger abgesaugt und einer weichen Bürste nochmals aufgebürstet werden.

Blut, Ei, Kot, Urin: Mit kaltem Wasser, evtl. mit Lösung aus Shampoo und Wasser nachbehandeln, kein heißes Wasser verwenden, da Eiweiß gerinnt.

Erbrochenes, Kaffee mit Milch, Kakao, Kopierstift, Kugelschreiber, Lippenstift, Majonaise, Milch, Parfüm, Sahne, Schuhcreme, Soßen, Suppen, Tinte, Ruß, Schokolade: Mit lauwarmer Lösung aus Shampoo und Wasser behandeln. Ist der Fleck damit nicht zu beseitigen, so kann nach dem Trocknen mit Spiritus bzw. Waschbenzin oder Fleckentfernung nachbehandelt werden.

Spirituosen, Bier, Cola, Fruchtsäfte, Limonade, Kaffee, Tee-Getränke: Nicht eintrocknen lassen, sofort mit lauwarmer Lösung aus Shampoo und Wasser behandeln.

Butter, Bohnerwachs, Farbe (Lack), Fett, Harz, Kohle, Kopierstift, Oel, Teer: Mit Lösungsmittel wie Waschbenzin, Spiritus behandeln oder handelsüblichem Fleckenwasser. Diese Methode ist bei Bezugsstoffen wie Alcantara oder Dinamica nicht anwendbar!

Kerzenwachs: Nicht mit Bügeleisen arbeiten! Soweit wie möglich zerbröckeln und vorsichtig abheben, bei Velours besteht Gefahr der Oberflächenbeschädigung. Mit Waschbenzin u. U. mehrmals nachbehandeln.

Rost, gealtertes Blut: Weißes Tuch mit Zitronensäurelösung (1 gestrichener Esslöffel auf 100 ml kaltes Wasser) anfeuchten und damit auftragen. Fleck vom Rand zur Mitte hin aufnehmen.



Möbelleder

Pflege
Schützen Sie Ledermöbel grundsätzlich vor direktem Sonnenlicht oder UV-Bestrahlung und vor direkter Heizungswärme, um ein zu starkes und ungleichmäßiges Ausbleichen und Austrocknen zu verhindern. Damit Leder weich und geschmeidig bleibt, sollte auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit (relative Luftfeuchtigkeit 40-60%) geachtet werden. Grundsätzlich sollten Sie jedes Pflege- und Reinigungsmittel vor Gebrauch an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren, um die Verträglichkeit zu prüfen. Aggressive Reinigungsmittel, Schuhpflegemittel, Kosmetikcreme, Bohnerwachs o.ä. sind nicht zur Pflege von Möbelleder geeignet. Starkes Reiben sollte in jedem Fall vermieden werden.

Reinigung


Angetrockneter Schmutz: In handwarmem (möglichst destilliertem) Wasser etwas Feinwaschmittel oder Kernseife auflösen. Ein weiches Tuch anfeuchten, gut ausdrücken und den Fleck großflächig abwischen, mit Wolltuch abtrocknen. Dann gut trocknen lassen. Zum Schluss mit einem Spezialpflegemittel nachbehandeln.

Flüssigkeiten: Mit trockenem, absorbierendem Tuch (z.B. Küchenkrepp) vorsichtig aufsaugen. Nicht reiben. Anschließend evtl. Behandlung wie angetrockneter Schmutz.

Speisen und Fette: Behandeln wie angetrockneter Schmutz. Evtl. noch sichtbare Fettflecken ziehen allmählich in das Leder ein und sollten daher nicht weiter behandelt werden. Nubukleder: Speckige Stellen mit Gummibürste oder Nubukpflegetuch neu aufrauen.

Bei starken Verschmutzungen: Verwenden Sie keinesfalls Chemikalien, Haushaltsreiniger oder Schuhpflegemittel, sondern nur speziell für die Pflege und Reinigung von Möbelleder vorgesehenen Produkte

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